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Private Pkw-Nutzung erhöht nicht den Umsatz für Kleinunternehmer

Private Pkw-Nutzung erhöht nicht den Umsatz für Kleinunternehmer

Es gab eine positive Entscheidung des BFH*. Diesmal zugunsten von Kleinunternehmern. 
Hierüber gab es in den sogenannten Grenzfällen immer Diskussionen. ‫ Bei der Überprüfung der 17.500 Grenze bleiben einkommensteuerliche Privatanteile unberücksichtigt.

Somit liegt eine
 Kleinunternehmerschaft nur dann vor, wenn der Gesamtumsatz im Vorjahr die Grenze von 17.500,00 € nicht überstiegen hat (§ 19 UStG).

Warum wurde ein Urteil gesprochen?

Warum wurde ein Urteil gesprochen?

Zum Gesamtumsatz gehören sämtliche Einnahmen, die er in diesem Jahr vereinnahmt hat. Einzige Ausnahme: Bestimmte steuerfreie Umsätze und Einnahmen aus dem Verkauf von Anlagevermögen.

Höchstrichterlich nicht geklärt und ständig unter Fachleuten umstritten war bisher, ob zum Gesamtumsatz auch die private Nutzung des Betriebs-Pkws zählt.
Bei den sogenannten Grenzfällen kann es durchaus abhängen, ob einem Unternehmer weiterhin der Status des Kleinunternehmers zusteht, der für seine Umsätze keine Umsatzsteuer zahlen muss.

 

Diese Kleinunternehmer dürfen nun beruhigt sein

Der BFH hat nun zugunsten von Kleinunternehmern entschieden, dass die private Nutzung betrieblicher Gegenstände (z.B. Pkw oder Telefon) bei Überprüfung der 17.500,00-Euro-Grenze nicht einzubeziehen ist. Da ein Kleinunternehmer nicht zum Vorsteuerabzug aus den Kfz-Kosten berechtigt ist, darf auch die private Nutzung des Betriebs-Pkw nicht beim Gesamtumsatz berücksichtigt werden (BFH-Urteil vom 15.9.2011, V R 12/11).